Motive zur Nutzung

Um verstehen zu können, wieso Social Media eine solche Nachfrage und enorme Nutzerzahlen haben, beschäftigt sich dieser Artikel mit den Motiven zur Nutzung von Social Media.

Motive zur Nutzung von Social Media

Die Bedürfnispyramide von A. H. Maslow beschreibt Bedürfnisse, die soziale Interaktionen in Social Media erklären. Sind physiologische Bedürfnisse, wie beispielsweise Essen und Trinken, und Sicherheitsbedürfnisse (berufliche und materielle Sicherheit) gestillt, so strebt die Menschheit nach sozialen Beziehungen, sozialer Anerkennung und Selbstverwirklichung. Weitere Motive zur Nutzung von Social Media lassen sich aus intrinsischen und extrinsischen Motivationsfaktoren ableiten. (Wikipedia: Der Begriff intrinsische Motivation bezeichnet das Bestreben, etwas seiner selbst willen zu tun (weil es einfach Spaß macht, Interessen befriedigt oder eine Herausforderung darstellt). Bei der extrinsischen Motivation steht hingegen der Wunsch im Vordergrund, bestimmte Leistungen zu erbringen, weil der Nutzer sich einen Vorteil (Belohnung) davon verspricht oder Nachteile (Bestrafung) vermeiden möchte.)

„Die Motivation einer Person, ein bestimmtes Ziel zu verfolgen, hängt von situativen Anreizen, persönlichen Präferenzen und deren Wechselwirkung ab. Die resultierende Motivationstendenz ist zusammengesetzt aus den verschiedenen nach dem persönlichem Motivprofil gewichteten Anreizen der Tätigkeit, des Handlungsergebnisses und sowohl von internen, die Selbstbewertung betreffenden als auch von externen Folgen.“ (Heckhausen, Jutta/Heckhausen, Heinz (2006): Motivation und Handeln. 3. Auflage.) Die hier erwähnten situativen Anreize und persönliche Präferenzen sind in der individuellen Nutzungsweise von Social Media abzulesen. Durch die verschiedenen Interaktionsmöglichkeiten der Social Media Types können die drei oberen Ebenen der Bedürfnispyramide abgedeckt werden.

Des Weiteren müssen die Bedürfnisse nach Informationsbeschaffung und Unterhaltung bei den Motiven zur Nutzung berücksichtigt werden. Informationsbeschaffung findet größtenteils auf Blogs, Podcasts, Social News Sites und Social Bookmarking Sites statt. Das Bedürfnis  nach Unterhaltung kann in allen Social Media Types gestillt werden. Das Bedürfnis spiegelt sich unter anderem in der Möglichkeit wider Videos bzw. Musik und verschiedene Online-Spiele (sogenannte „Social Games“) nutzen zu können.

“All people in our society (with a few pathological exceptions) have a need or desire for a stable, firmly based, (usually) high evaluation of themselves, for self-respect, or self-esteem, and for the esteem of others.” Laut A. H. Maslow strebt jeder Mensch nach der beschriebenen Bedürfnisbefriedigung und dadurch lassen sich hohe Nutzerzahlen und Nutzeraktivitäten in Social Media erklären.

Ein weiterer Mediennutzungsansatz ist der “Uses and Gratification Approach”. Hierbei steht nicht mehr das Medienangebot an sich im Mittelpunkt, sondern die Menschen, welche diese rezipieren. Außerdem wird beschrieben, dass die einzelnen Medien sich in einem Konkurrenzverhältnis befinden. Übertragen auf Social Media stehen alle Internetplattformen, durch die angestrebte Bedürfnisse gestillt werden können, in einer gewissen Relation zueinander.

Der Unterschied zwischen B2B Social Media Marketing und B2C Social Media Marketing liegt in der Gewichtung der Relation zwischen den Bedürfnissen und den verschiedenen Zielen:

Ziele:
1. Steigerung der Marken- / Unternehmensbekanntheit (Employer Branding)
2. Positionierung in Suchmaschinen (SEO)
3. Verbesserung des Reputation Management
4. Steigerung des E-Commerce (Social Commerce)
5. Verbesserung des Recruiting
6. Verbesserung der internen Kommunikationsstruktur
7. Verbesserung der externen Kommunikation

Bedürfnisse:
1. Soziale Anerkennung
2. Soziale Beziehung
3. Selbstverwirklichung
4. Unterhaltung
5. Information

In den folgenden Posts wird die Relation und damit die temporär zu verfolgenden Ziele im B2B-Bereich näher ausgearbeitet und begründet. Beispielsweise ist die Gestaltung und Umsetzung zur Steigerung der Unternehmens-/ Markenbekanntheit im B2C-Bereich zu einem höheren Grad nutzbar. Maßnahmen wie beispielsweise Suchmaschinenoptimierung, Steigerung des E-Commerce (Social Commerce) bzw. Verbesserung der internen und externen Unternehmenskommunikation können auch im B2B-Bereich stark beeinflusst werden.

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