Howto – Twitter

Was ist Twitter?
Der Microblogging-Dienst Twitter ist eines der wichtigsten Social Media Tools. Über Twitter können Kurznachrichten (so genannte “Tweets”) mit bis zu 140 Zeichen publiziert werden. Laut eigenen Angaben hat Twitter im September 2010 mehr als 140 Mio. (davon ca. 460 000 deutschsprachige) aktive Accounts. Die Nutzerzahlen sind steigend und somit nimmt auch der Stellenwert im Social Media Marketing weiter zu. Das Durchschnittsalter der deutschen Twitter-Nutzer liegt bei etwa 32 Jahren. 50 % der Nutzer stammen aus der Medien- oder Marketingbranche und lediglich 26 % der Nutzer sind weiblich.

 

Twitter Begriffe:

An die Entwicklung einer enorm einflussreichen Internetplattform ist auch die Entstehung neuer Begriffe gebunden. Für Twitter sind die wichtigsten Begriffe Tweet, Follower und Re-Tweet. Tweets sind Kurznachrichten mit bis zu 140 Zeichen, die auch per SMS gesendet werden können. Follower (engl. to follow = folgen) umfassen alle Personen, die einen Twitter-Account abonniert haben und damit alle Tweets des Accounts erhalten. Entscheidet sich ein Nutzer bestimmten Twitter-Accounts zu folgen, so bedeutet dies nicht, dass beide Seiten die jeweiligen Tweets erhalten. Wird in der Twitter-Community eine Nachricht mit besonderem Mehrwert generiert, so kann diese Nachricht an die eigenen Follower weitergeleitet werden (= Re-Tweet).

Wem soll unser Unternehmen folgen?
In der Regel gilt bei Twitter oft “Meinen Follower folge ich zurück”. Aufgrund dieser Einstellung enstehen schlecht messbare Kennzahlen für das Controlling, das heißt auch für die Messbarkeit des Erfolges. Deshalb ist es zu empfehlen, dass Unternehmensaccounts nur Twitter-Nutzern folgen, die eine erfolgreiche Unternehmenskommunikation zulassen und das Image des Unternehmens vertreten. Ein Unternehmen sollte durch die eigenen Follower nicht in Verbindung mit Informationen gebracht werden, welche sich negativ auf die Reputation auswirken.

Twitter umfasst sowohl kostenlose, als auch kostenpflichtige Kommunikationsfunktionen:
Die kostenlose Nutzung bezieht sich auf die bisher beschriebenen Funktionen. Sie ermöglicht es dem Unternehmen Twitter-Accounts als Kundenservice-Kanal für bestimmte Produkte und als News-Kanal für beispielsweise Softwareupdates oder neue Produkte einzurichten.

Die kostenpflichtige Nutzung umfasst Werbemöglichkeiten auf Twitter. Hier sind drei verschiedene Elemente vorhanden:
1. Promoted Tweets
2. Promoted Trends
3. Promoted Accounts

Die Definition von Keywords führt bei Promoted Tweets dazu, dass diese Tweets bei bestimmten Suchanfragen in den Ergebnissen erscheinen. Somit wird, neben den eigenen Followern, ein breiteres Publikum erreicht. Die Kosten ergeben sich durch das sogenannte “Cost Per Engagement” (CPE) Modell. “Promoted Tweets are offered on a Cost-per-Engagement (CPE) basis, so you only pay when a user Retweets, replies to, clicks on or favorites your Promoted Tweet.”
In Twitter-Accounts wird eine Liste mit den meist genutzten Wörtern in Tweets angezeigt. Diese Wörter werden als “Trends” bezeichnet und an dieser Stelle befinden sich die “Promoted Trends”.
Damit das Unternehmen mehr Follower gewinnt, kann es das Werbemodell “Promoted Accounts” nutzen. Promoted Accounts werden neben den vorhandenen Follow-Vorschlägen für den eigenen Twitter-Account angezeigt.

Vorgehensweise für Unternehmen:
1. Richten Sie sich für jedes Tochterunternehmen einen oder mehrere Twitter-Accounts ein.
2. Die Accounts sollten klar voneinander getrennt sein. Jeweils ein Kundenservice-Account und ein News-Account.
3. Publizieren Sie auf ihrer Webseite einen Hinweis, dass ihr Unternehmen nun bei Twitter aktiv ist und warum es dies tut.
4. Integrieren Sie Twitter in Print-Medien bzw. generell allen klassischen Medienkanälen.
5. Kontrollieren Sie die Aktivitäten und steigen Sie gezielt in die Kommunikation mit den Kunden ein.

Welche Ziele kann ein Unternehmen mit Twitter verfolgen?
1. Steigerung der Marken-/ Unternehmensbekanntheit
2. Umsatz über eigenen Webshop steigern
3. Verbesserung des Kundenservice
4. Verbesserung der Reputation
5. Employer Branding
6. Kundenakquisition
7. Kunden-Feedback, Marktforschung

Praxisbeispiele:
1. Das Unternehmen Dell stellt ein sehr erfolgreiches Praxisbeispiel dar. Indem es auf bestimmte Angebote über Twitter aufmerksam gemacht hat, konnte der PC-Hersteller über einen Zeitraum von 2 Jahren, mehr als 3 Millionen Dollar Umsatz generieren.
2. Starbucks nutzt den Microblogging-Dienst zur Steigerung der Marken- / Unternehmensbekanntheit.
3. JetBlue nutzt Twitter aktiv als Kundenservice-Kanal.
4. Der Twitter-Account von ComCast ist schon jetzt berühmt für seine Funktionen im Bereich Kundenservice und überzeugt vor allem durch die Nutzung der kürzeren Kommunikationsmöglichkeiten.
5. Der Auftritt von Ford auf Twitter ist ein gutes Beispiel für die Verwaltung vieler Twitter Accounts zu verschiedenen Produkten und als Kundenservice-Kanal.
FordCustService; FordDriveOne; FordDriveGreen; FordTrucks; FordMustang; FordRacing; FordRacingNWide.


Corporate Design:

Hier noch ein Tutorial, in welchem beschrieben wird, wie der eigene Hintergrund mit Logo eingefügt werden kann, um auch dem Corporate Design gerecht zu werden.


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